
Wir, Antispe Karlsruhe, sind eine unabhängige, antispeziesistische Tierrechtsgruppe, die sich in und um Karlsruhe herum gegen die Ausbeutung von Tieren einsetzt. Bei unseren Druckkampagnen liegt der Fokus auf einzelnen, spezifischen Themen. Zum Erreichen konkret definierter Ziele führen wir seit unserer Gründung im Jahr 2024 vor allem öffentlichkeitswirksame Proteste durch.
Die letzte Silbe in „Antispe“ steht für „Speziesismus“ – der unberechtigten Schlechterbehandlung von Lebewesen aufgrund der Artzugehörigkeit. Der Philosoph Richard Ryder führte diesen Begriff ein, um die zu Rassismus, Sexismus und Klassismus analoge Diskriminierung zu beschreiben.
Ziele

Unser erstes Ziel besteht darin, ein stopfleberfreies Karlsruhe zu schaffen. Bei diesem tierischen Produkt, auch Foie Gras genannt, wird Enten oder Gänsen ein Rohr aus Metall oder Kunststoff in den Hals gesteckt, um deren Mägen mit Essen vollzupumpen. Wir treten bei unseren Demonstrationen entschieden gegen diese Praxis auf. Wenn du Restaurants, Geschäfte oder sonstige Orte kennst, an denen Stopfleber angeboten wird, lass es uns sehr gerne wissen! Dass unser Vorgehen wirkungsvoll ist, erkennst du an unseren Erfolgen: Bisher konnten wir zehn Restaurants davon überzeugen, keine Stopfleber mehr zu verkaufen!

Von Juli 2025 bis Februar 2026 protestieren wir vor dem idee. Creativmarkt gegen den Verkauf von Pelz. Das Unternehmen besitzt über 40 Filialen und bot Pinsel mit „Kolinsky Rotmarderhaaren“ an. Wir forderten gemeinsam mit anderen Tierrechtsgruppen aus ganz Deutschland den Abverkauf der „Pelzpinsel“ sowie eine zukünftige pelzfreie Unternehmenspolitik. Im Februar 2026 gab das Unternehmen in einem Instagram-Post bekannt, den Restbestand zu verkaufen und in Zukunft keine Pinsel mit Rotmarderhaaren mehr bei ihren Lieferanten zu bestellen. Damit verschwindet das einzige Pelzprodukt des Unternehmens.
Veganismus
Als Tierrechtsgruppe bildet der Veganismus das Fundament unseres Engagements. Der Begriff „Veganismus“ wurde von der Vegan Society 1979 final wie folgt definiert (Übersetzung von Tierethik & Veganismus):
„[Der Veganismus] ist eine Philosophie und Lebensweise, die danach strebt, alle Formen der Ausbeutung von und Grausamkeiten gegenüber Tieren – soweit es möglich und praktisch durchführbar ist – zu vermeiden, sei es für die Ernährung, für Kleidung oder für irgendeinen anderen Zweck.“
Eine detaillierte inhaltliche Besprechung des Begriffs findest du in diesem Video.
Unter „Ausbeutung“ versteht man eine ungerechte Form der Nutzung. Ob eine Nutzung gerecht oder ungerecht ist, lässt sich besonders gut beurteilen, wenn wir uns in die Lage des betroffenen Tieres versetzen: Würden wir selbst diese Handlung als Ausbeutung empfinden? „Grausamkeit“ bezeichnet hingegen absichtliches Zufügen von Schaden – sei es physischer oder psychischer Natur. Unbeabsichtigte Handlungen wie das versehentliche Zertreten einer Schnecke oder Ernteopfer beim Ackerbau fallen daher weder unter Ausbeutung noch unter Grausamkeit. Der Einschub „soweit es möglich und praktisch durchführbar ist“ verdeutlicht, dass es sich beim Veganismus um keine Selbstaufopferung handelt. So schließen sich etwa gesundheitlich notwendige Medikamente mit tierischen Inhaltsstoffen und eine vegane Lebensweise nicht zwangsläufig aus.
Sei dabei!

Wenn auch du Lust hast, dich an den Aktionen zu beteiligen, kannst du uns gerne kontaktieren. Unsere kommenden Veranstaltungen findest du hier.